1 Jahr im neuen Haus, was hat sich getan,....

15. Dezember 2015: Wir sind jetzt schon knapp 13 Monate im neuen Haus und bereuen es bis jetzt nicht. Hier ein kleiner Überblick, was sich seit der Hausübergabe durch KMH hier getan hat:

Anfang des Jahres entdeckten wir eine unangenehme Überraschung an der Aussenwand in meinem Büro: Schimmel. Es war ein räumlich begrenzter Fleck von ca. 20cm Durchmesser. Nach Überprüfen unserer Fotos von der Bauphase fanden wir heraus, dass die Ursache für den Schimmelfleck der Zuluftkanal für die Heizung ist, welcher vom Keller in der Bürowand nach aussen führt. Dieser Kanal wurde nur unzureichend von der Heizungsfirma gedämmt, so dass sich Kondenswasser an der Innenseite der Wand bildete und der Schimmel entstehen konnte. Nach einem Anruf bei KMH und der Beseitigung des Flecks durch reinen Alkohol, wurde recht schnell beschlosssen, die Heizung auf raumluftunabhängigen Betrieb umzubauen, so dass der Zuluftkanal komplett mit Dämmung verschlossen werden konnte. Nach Rücksprache mit dem Kaminhersteller, dem Heizungsbauer Riebel & Oeder und dem Kaminkehrer wurde dann innerhalb von 12 Wochen die Heizung auf raumluftunabhängigen Betrieb umgebaut. Seitdem gibts hier keine Probleme mehr.

Ein weiteres Problem ist die Haustür. Diese wurde durch die Firma Biber Fensterbau bereits kurz nach dem Richtfest im Juli 2014 gesetzt. Leider wurde bei der Montage der Türrahmen auf der Schlosseite krumm eingebaut, was wir erst nach dem Einzug bzw. nach den Aussenputzarbeiten feststellten, nachdem wir die Schutzfolie abgezogen hatten. Der Türrahmen wölbt sich knappe 4mm nach aussen, während das Türblatt nach innen gewölbt ist. Das hat zur Folge, dass sich die Tür nicht mit einer Hand aufsperren lässt, nicht 100%ig schliesst und beim Öffnen und Schliessen nicht gerade leise ist. Bei kalten Temperaturen ist ein Öffnen der Tür teilweise nicht möglich, so dass wir auf die Nebeneingangstür in der Garage ausweichen müssen. Nach mehrmaligen (!) Anrufen bei der Firma Biber wurde uns jedes mal ein Monteur der Firma geschickt, welche versuchte, durch eine breitere Dichtung, durch verstellen der Fallen und andere Tricks die Tür einigermaßen nutzbar zu machen. Bisher ohne Erfolg. Wir wurden teilweise damit vertröstet, dass das "normal" sei, dass sich das Türblatt und der Rahmen noch "richtig zueinander verziehen" würde, und "dass das nicht geht, da die Tür ja schon eingeputzt ist". Das ist natürlich nicht in Ordnung, schon gar nicht, wenn der Monteur meiner Frau solche Geschichten erzählt, wenn ich nicht dabei bin. Da wir nun schon seit einem dreiviertel Jahr immer wieder bei der Firma anriefen und das geregelt haben wollten, entschied ich mich mit dem Chef der Firma persönlich zu reden (manchmal gehts nicht anders). Nach einem Vororttermin wurde mir durch den Chef nun endlich zugesichert, dass der Türrahmen nun nochmal ausgerichtet wird und ggf. ein Neues Türblatt gesetzt wird. Das war vor 3 Wochen, seitdem wieder keine Reaktion von Seiten der Firma. Nach einem erneuten Anruf heute wurde mir ein voraussichtlicher Reparaturtermin für nächste Woche zugesagt. Wir sind gespannt ob das dieses Jahr noch was wird.

In der Garage gab es ebenfalls ein Problem. Der Türstock der Garagentür wurde nach dem Setzen der Tür nachträglich von der Firma Rödl, welche auch den Innenputz des Hauses gemacht hat, im Rahmen der ausstehenden Putzarbeiten im Bad und des Wäscheabwurfschachtes, gleich mitgemacht. Soweit ja alles ok. Jedoch wurde für die Garagentür anstatt Kalkzementputz (wie in der restlichen Garage) Gipsputz verwendet, welcher innerhalb kürzester Zeit aufgefroren und aufgebrochen ist. In den Badezimmern wurde zum Nachverputzen auch Gipsputz verwendet, was zum einen nicht optimal im Feuchtraum ist (Kalkzementputz war die Vorgabe), sich zum anderen negativ auf die verwendete Wandfarbe auswirkt (Silikatfarbe hält nunmal nicht auf Gipsputz) und zu allem Überfluss auch noch recht unsauber ausgeführt worden ist. Da wir die unsaubere Ausführung im Bad selbst bereinigt haben, blieb nur der Schadenfall an der Garagentür übrig. Dieser wurde auch nach ein/zwei kurzen Telefonaten mit KMH und der Firma VTec, welche die Garage verputzt hat, reguliert, so dass die Garagentür jetzt tip top eingeputzt ist und auch bisher hält!

Dann bleibt zu guter letzt noch zu sagen, dass wir bis heute, fast ein Jahr nach Übergabe durch KMH, noch keine KFW-Bestätigung bzw. keinen Energiepass für unser Haus bekommen haben, obwohl dieser zur Bauleistungsbeschreibung gehört. Die Bank hat uns bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Bestätigung des Erreichens des KFW-Standards bereits nach 9 Monaten nach kompletter Auszahlung des Darlehens an die Bank gesendet werden muss. Auch nach mehrmaligem Anruf bei unserem Bauleiter haben wir die Bescheinungung immer noch nicht. Wir haben bereits vor mittlerweile 7 Wochen unserem Bauleiter bescheid gegeben, dass wir diese Bescheinigung benötigen, vor 3 Wochen war der "Antrag" dem Energieberater von KMH noch nicht mal vorgelegt! Diesbezüglich sind wir mittlerweile sehr enttäuscht von unserem Bauleiter. Es hat den Anschein, dass das alles nicht mehr so ernst genommen wird, seit wir das Hausübergabeprotokoll unterschrieben haben. Schade eigentlich. Ob wir die Bescheinigung noch diese Jahr bekommen ist fraglich, da wird sich die Bank wohl weiterhin gedulden müssen.


Bis jetzt sind jedoch keine weiteren Mängel am Haus aufgetreten, als die oben erwähnten. Das ist für uns soweit völlig in Ordnung und wir geniessen jeden Tag in unserem eigenen Haus.

Kommentare:

  1. Hallo,

    da wir nächsten Jahr auch mit KMH bauen stellt sich mir die Frage: Wie heißt der Bauleiter.

    Besten Dank
    Peter Tretter (Cadolzburg)

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  2. Hallo. Das würde mich auch interessieren, da wir auch mit KMH bauen und uns schon einige Male geärgert haben. Vielleicht lassen sich hier Erfahrungen austauschen. Gruß

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